Zahlen - Fakten
Berichte und Statistiken mit Campingbezug
2025: Rekordjahr für den
Campingtourismus in Deutschland
Der Camping-Boom ist ungebrochen: Campingtourismus hat Deutschland in 2025 einen historischen Übernachtungsrekord verzeichnet
BERLIN – Der deutsche Campingtourismus eilt von Rekord zu Rekord. Trotz eines volatilen wirtschaftlichen Umfelds steht jetzt fest, dass das Jahr 2025 als das bislang erfolgreichste in der Geschichte der Branche in die Statistik eingegangen ist.
Nach aktuellen Auswertungen seitens des Statistischen Bundesamtes verzeichneten die deutschen Campingplätze im Jahr 2025 rund 44,7 Mio. Übernachtungen, wodurch alle Vorjahre damit in den Schatten gestellt wurden. Es steht jetzt fest, dass die finale Jahresmarke die bisherigen Höchstwerte (2024: 42,9 Millionen) mit rund 1,8 zusätzlichen Übernachtungen signifikant übertroffen hat. Daraus ergibt sich ein Wachstum von 4,2 Prozent. Letztlich ist es damit der Campingtourismus, der Deutschland mit insgesamt 497,5 Millionen Übernachtungen damit ein neues touristisches Rekordjahr beschert hat. Denn während die Hotellerie leichte Verluste (-0,4%) hinnehmen musste und Ferienwohnungen/Ferienhäuser in etwa gleich blieben, konnte Camping deutlich zulegen. Und das obwohl hinsichtlich des Wetters eine eher unterdurchschnittliche Situation festzustellen war.
BVCD-Präsident Stefan Zierke ist überzeugt, dass diese Entwicklung auch weiterhin Bestand haben wird: "Unsere Unternehmen im Campingtourismus zeigen, dass man mit Qualität und guten strategischen Entscheidungen im touristischen Markt langfristig erfolgreich sein kann. Die statistischen Werte des Jahres 2025 sind herausragend und belegen, dass der Campingboom anhält. Wir sind der Paicemaker bei der Wachstumsentwicklung!"
Auch die BVCD-Geschäftsführung zeigt sich erfreut: „Dass die Zahl von über 44 Millionen Übernachtungen deutlich übertroffen wurde ist ein beeindruckendes Signal für die Vitalität unserer Branche“, kommentiert Prof. Dr. Frank Schaal, Geschäftsführer des Branchenverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. (BVCD). „Camping ist längst kein Nischenprodukt mehr, sondern eine tragende Säule des Deutschland-Tourismus.“ Die bärenstarken Jahreszahlen für 2025 untermauern die Attraktivität des Standorts Deutschland als eine der führenden Camping-Destinationen in Europa.
Camping-Preise 2025
Wie viel zahlen Camper 2025 für eine Übernachtung in Europa? Unser Partner Camping.info hat die Übernachtungspreise der europäischen Campingplätze ausgewertet und eine Übersicht über die durchschnittlichen Preise von 34 Ländern erstellt. Ergebnis: Campingpreise steigen europaweit um knapp 5,0 % – Italien und Kroatien an der Spitze. Deutschland liegt im oberen Mittelfeld.
Camperdays ermitteln Durchschnittspreis Vermietung von Wohnmobilen
"Wie teuer ist ein Urlaub mit dem Wohnmobil? Das ist sicher eine der spannendsten Fragen bei der Buchung: Wie viel kostet es, ein Wohnmobil zu mieten? Das lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Denn die Preise für ein Miet-Wohnmobil hängen von vielen Faktoren ab. Dazu zählen vor allem die Reisezeit, das Modell und die gewünschte Ausstattung. Ein kleines Wohnmobil kostet zum Beispiel oft weniger als ein großes und in der Nebensaison ist es günstiger als zur Hauptreisezeit. Wer geschickt plant, hat auf jeden Fall oft viel Sparpotenzial! Generell scheinen die Wohnmobil-Preise auf den ersten Blick oft etwas teurer. Aber schließlich buchen Sie hier Fahrzeug und Hotel in einem! Vor Ort wird Ihre Reise dann deutlich günstiger, denn dort brauchen Sie keine zusätzliche Unterkunft mehr.
Sie möchten wissen, was es pro Tag kostet, ein Wohnmobil zu mieten? In unsere Grafik zeigen wir Ihnen die durchschnittlichen Mietpreise pro Tag in den beliebtesten Ländern. "
Quelle: Camperdays 2025
Positive Entwicklung im Campingtourismus seit der Jahrtausendwende
Die Entwicklung der Campingbranche in Deutschland in den letzten 25 Jahren lässt sich auch durch konkrete Zahlen und Statistiken untermauern, die die oben genannten qualitativen Faktoren quantitativ belegen.
Entwicklung der Zahlen in der Campingbranche (1999-2024)
1. Übernachtungszahlen: Der zentrale Indikator für den Boom
Die Übernachtungszahlen sind der deutlichste Beweis für den Aufschwung des Campings:
- 2004: Die Campingplätze in Deutschland verzeichneten 21,4 Millionen Übernachtungen. (Destatis)
- 2019 (Vor-Corona): Die Zahl stieg auf 35,8 Millionen Übernachtungen. (Destatis)
- 2024 (Neuer Rekord): Ein absoluter Höchstwert von knapp 42,9 Millionen Übernachtungen wurde erreicht. (Destatis, Pressemitteilung vom 28. April 2025)
Dies bedeutet:
- Verdopplung in 20 Jahren: Binnen 20 Jahren (2004-2024) haben sich die Übernachtungszahlen auf Campingplätzen verdoppelt.
- Signifikanter Anstieg nach Corona: Im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau von 2019 (35,8 Mio.) lagen die Übernachtungen 2024 um 19,9 % höher.
- Kontinuierliches Wachstum: Mit Ausnahme der pandemiebedingten Rückgänge in 2020 und 2021 ist die Zahl der Campingübernachtungen nahezu kontinuierlich gestiegen.
2. Bestand an Campingplätzen: Stetiges Wachstum
Die Anzahl der Campingplätze ist ebenfalls leicht, aber stetig gestiegen, was die Anpassung an die wachsende Nachfrage und die Investitionen in die Infrastruktur widerspiegelt:
- 2012: Rund 2.835 Campingplätze in Deutschland. (PiNCAMP by ADAC)
- 2021: Rund 3.097 Campingplätze in Deutschland. (PiNCAMP by ADAC)
- Aktuell (2024): Die Zahl liegt bei etwas über 3.000 Campingplätzen. Es ist ein langsames, aber konsistentes Wachstum zu verzeichnen.
3. Entwicklung der Fahrzeugbestände: Der Motor des Booms
Die Zunahme der zugelassenen Reisemobile und Caravans ist ein wesentlicher Treiber des Campingbooms und zeigt die wachsende Investitionsbereitschaft der Camper:
- Reisemobile:
- 2016: Rund 417.297 Reisemobile zugelassen. (CIVD)
- 2024: Der Bestand an Reisemobilen stieg auf beeindruckende 907.879 Fahrzeuge. (Kraftfahrt-Bundesamt / CIVD)
- Dies entspricht einer mehr als Verdopplung des Reisemobilbestands seit 2017. Das 1-millionste Reisemobil wird voraussichtlich in den ersten Monaten des Jahres 2025 zugelassen.
- Caravans (Wohnwagen):
- Der Caravan-Bestand wächst ebenfalls, wenn auch moderater. Derzeit sind rund 780.000 Caravans registriert (CIVD, Stand 2025).
Diese Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen eigene Fahrzeuge besitzen, was die Flexibilität und Spontanität beim Campingurlaub fördert.
4. Umsatzentwicklung in der Caravaning-Industrie:
Die Caravaning-Industrie, die die Fahrzeuge herstellt, profitiert massiv vom Campingtrend:
- 2024: Die deutsche Caravaning-Industrie erzielte einen Branchenumsatz von rund 15,1 Milliarden Euro. Obwohl dies hinter dem Rekordjahr 2023 zurückbleibt, ist es das zweitbeste Umsatzergebnis ihrer Geschichte. (CIVD, Jahrespressekonferenz)
- Neuzulassungen 2024: Insgesamt wurden 96.392 Caravans und Reisemobile in Deutschland neu zugelassen, was deutlich über dem Niveau der Vor-Corona-Jahre liegt. (CIVD)
- Besitzumschreibungen (Gebrauchtfahrzeuge) 2024: Mit 187.219 Besitzumschreibungen wurde hier ein Rekordwert erzielt, was das ungebrochene Interesse am Caravaning unterstreicht und zeigt, dass auch der Gebrauchtmarkt floriert. (CIVD)
5. Preise für Campingübernachtungen:
Die gestiegene Nachfrage hat auch Auswirkungen auf die Preise, was auf die Bereitschaft der Gäste hindeutet, für Qualität und Komfort zu zahlen:
- Im Jahr 2023 stiegen die Preise für Übernachtungen auf Wohnmobilstellplätzen deutschlandweit um 9,0 % gegenüber 2022, auf Campingplätzen um durchschnittlich 6,6 %. (Statistisches Bundesamt)
- Für 2025 liegen die durchschnittlichen Kosten für eine Übernachtung in Deutschland bei 40 Euro, was im europäischen Vergleich immer noch als preisgünstig gilt, aber eine deutliche Steigerung gegenüber früheren Jahren darstellt. (ADAC/PiNCAMP)
6. Verhältnis Dauercamper vs. Touristen:
Während genaue, durchgehende Statistiken über die Verschiebung des Verhältnisses von Dauer- zu Touristikcampern über den gesamten Zeitraum schwierig zu finden sind, deuten die Trends darauf hin, dass der Anteil der Touristen zugenommen hat, während der Anteil der Dauercamper zwar noch signifikant ist, aber tendenziell stagniert oder leicht sinkt.
- Aktuelle Schätzung (2024): Etwa 95 % der Campingübernachtungen werden durch Freizeittouristen generiert. (IHK Baden-Württemberg)
- Dennoch sind immer noch etwa 45 % der Standplätze von Dauer- und Saisoncampern belegt. (IHK Baden-Württemberg) Dies unterstreicht die Strategie vieler Campingplätze, Touristikplätze auszubauen und das ganzjährige Angebot zu verbessern, um die Auslastung zu optimieren.
Fazit der zahlenmäßigen Entwicklung:
Die Zahlen belegen eindeutig einen massiven Aufschwung der Campingbranche in Deutschland in den letzten 25 Jahren, der sich insbesondere seit 2020 nochmals beschleunigt hat. Die Verdopplung der Übernachtungszahlen und die Verdopplung des Reisemobilbestands innerhalb weniger Jahre sind die prominentesten Indikatoren. Dieser Erfolg ist ein direktes Ergebnis der Investitionen in Komfort und Digitalisierung, des steigenden Bedürfnisses nach individuellen und naturnahen Reiseerlebnissen und der besonderen Rolle, die Camping während der Pandemie eingenommen hat. Die Branche hat sich von einem Nischensegment zu einem Massenphänomen entwickelt, das weiterhin Wachstumspotenziale aufweist.
Kaufkräftige junge Erwachsene campen besonders gerne
Camping ist in Deutschland seit vielen Jahren im Aufwärtstrend. Mit rund 42,3 Millionen Übernachtungen im Jahr 2023 konnten so viele Gäste wie noch nie auf deutschen Campingplätzen verzeichnet werden.
Vor allem kommen gerne jüngere Gäste auf die deutschen Campingplätze, denn es sind insbesondere die Personen in ihren 30ern, die besonders gerne campen. Wie die Infografik mit Daten der Statista Consumer Insights zeigt, waren rund 37 Prozent der Menschen, die im gewählten Untersuchungszeitraum einen Campingplatz gebucht haben, zwischen 30 und 39 Jahre alt.
Die Statista-Umfrage verdeutlicht außerdem, dass Camping vor allem Personen im oberen Einkommensdrittel anspricht – 45 Prozent der Buchenden weisen eine besonders hohe Kaufkraft auf.
Weitere Infos unter:
Rekordbranche Campingtourismus
Rekordjahr 2023: Zahl der Campingübernachtungen steigt auf neuen Höchststand
Jetzt ist es offiziell: Im Jahr 2023 haben laut des Statistischen Bundesamts so viele Menschen wie noch nie auf Campingplätzen in Deutschland übernachtet. Etwa 42,3 Millionen Gästeübernachtungen verzeichneten die Campingplätze bundesweit im vergangenen Jahr. Das waren 5,2 Prozent mehr als im Jahr 2022 (40,2 Millionen) und 18,2 Prozent mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019 (35,8 Millionen). Damit findet jede elfte der insgesamt 487,1 Millionen Gästeübernachtungen auf einem Campingplatz statt. Während die Deutschen mit ihrem Wohnwagen oder ihrem Wohnmobil am liebsten an Nord- und Ostsee fahren, buchen ausländische Camper am häufigsten Plätze im Schwarzwald, an Mosel oder Saar und in der Eifel. Quelle: Destatis
Positiver Trend: In Deutschland gibt es immer mehr Campingplätze
In Deutschland gibt es gegenwärtig über 3.200 Campingplätze. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt einen leichten, stetigen Anstieg der Anzahl der Plätze von 2.835 Plätze im Jahr 2012 auf 3.212 Plätze im Jahr 2023. Die Anzahl der auf den Plätzen zur Verfügung gestellten Stellplätze belief sich auf den Rekordwert 238.583. Die Anzahl der Campingplätze verteilt sich über die gesamte Republik. Bayern ist mit 523 Campinganlagen führend in dieser Statistik, gefolgt von Niedersachsen mit 424. Baden-Württemberg steht auf Platz drei mit 406 Plätzen. Die städtischen Bundesländer wie Hamburg, Berlin und Bremen bilden die Schlusslichter.
Diese Entwicklung lässt sich auch auf die gestiegene Anzahl an Campern zurückführen. Noch nie war die Nachfrage so hoch wie gegenwärtig. Mit über 42,9 Millionen Übernachtungen (ohne Dauercamping) auf Campingplätzen wurde im Jahr 2024 ein Rekordwert erreicht. Entsprechend hat sich die Anzahl der Freizeitfahrzeuge (Wohnmobile und Caravans) seit 2015 deutlich mehr als verdoppelt hat. Oliver Behrens, Vizepräsident des Bundesverbands der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. ergänzt: „Gerade leicht abseits der touristischen Hauptzentren laden die Campingplätze jedoch nach wie vor mit freien Kapazitäten für vielfältige, spontane Campingtrips in naturnaher Umgebung, auch während der Ferienzeiten, ein. Die steigende Auslastung ermöglicht den deutschen Campingplätzen nicht nur Investitionen in die qualitative Weiterentwicklung der Stellplätze, sondern auch ein weiter verstärktes Engagement in der Schaffung nachhaltiger und naturnaher Urlaubsangebote.“
Quelle: Destatis / BVCD e.V. 2025
Radfahrer mögen Campingplätze
Die ADFC-Radreiseanalyse zeigt, dass Radfahrer im Urlaub Campingplätze gerne zur Übernachtung nutzen. Quelle: ADFC 2024
Camperdays liefert Kernzahlen über Camping-Begeisterte
Unser Partner Camperdays hat interessante Zahlen aufbereitet, die zeigen, wie deutsche Camper aufgestellt sind. Das ist die Kernaussage von Camperdays:
"Jünger, umweltbewusster, abenteuerlustiger: In den letzten Jahren hat sich das Bild des durchschnittlichen Camping-Enthusiasten stark gewandelt. Vor allem junge Familien und Paare legen Wert auf die Unabhängigkeit und Individualität, die ein Campingurlaub bieten kann. Wenn das Klischee des spießigen Campers also längst überholt ist – wer ist dann der deutsche Camper bzw. die deutsche Camperin? Wir werfen einen genauen Blick auf die modernen Camping-Enthusiasten und beleuchten aktuelle Fakten und Zahlen zum Campingtourismus."
Die vollständigen Angaben und Quellen finden Sie hier:
Deutschland im Camping-Fieber: Statistik von CamperDays